Januar 2010: Beim Projekt Gewaltprävention zählen Teamgeist und Vertrauen
Von-Zumbusch-Hauptschule
Was macht einen Menschen zum Opfer? Warum wird ein Mensch gewalttätig? Diesen Fragen sind die siebten Klassen der Von-Zumbusch-Hauptschule jüngst auf den Grund gegangen. Im Rahmen des Projekts wurde rund um die Thematik Gewaltprävention von verschiedenen Ansätzen aus gearbeitet. Sowohl über künstlerische Betätigung, im Deutschunterricht und ganz konkret durch Gruppenspiele.
Theoretisch erörterten die Schülerinnen und Schüler Eigenschaften beider Seiten, von Opfern und denen, die Gewalt ausüben. Ziemlich konkret wurde das durch Schilderungen eines Mitarbeiters des Kommissariats Vorbeugung aus Gütersloh. An einem Vormittag war ein Beamter zu Gast und unterstützte die Schule in ihrem Anliegen der Aufklärung. Filme wurden eingesetzt, die verdeutlichten, welche Formen von Gewalt es gibt.
Ob auf verbaler oder körperlicher Ebene, die Jugendlichen wurden sensibilisiert und informiert über die ganze Bandbreite von Mobbing bis hin zu Sachbeschädigung. Sie griffen zu Pinsel und Leinwand, um Gefühle darzustellen, positive und negative. Aktiv wurden sie auch bei einer Vielzahl von Übungen, die die eigenen Grenzen erfahrbar machten und die eigene Abgrenzung trainierten.
Wie weit haben Mimik, Gestik und Körperhaltung Einfluss auf die Ausstrahlung eines Opfers? Wie kann ich vermitteln, dass ich kein Opfer bin? Diesen Fragen gingen die Schüler auf den Grund. Auch in der Gruppe wurde geübt: „Wir haben uns zum Beispiel die Augen verbunden und mussten uns auf unsere Mitschüler verlassen“, so Gundis aus der Klasse 7 b. Eine Vertrauensübung also und keine ganz leichte Sache. Das galt auch für das Fallenlassen im Vertrauen darauf, dass die Klassenkameraden einen schon auffangen werden. Auch Teamarbeit war beim praktischen Teil gefragt, einige Aufgaben waren eben nur gemeinsam zu lösen.
In kurzen Theaterstücken konnten die Jugendlichen selbst ausprobieren, „stark zu sein“ und sich mit Argumenten von der Gruppe abzugrenzen. Insgesamt kam das Projekt bei allen Beteiligten bestens an und sorgte für neues Wissen rund um das Thema Gewaltprävention.
Die Glocke / Dienstag, 26. Januar 2010
